Therapie

Therapie 2017-03-27T11:24:09+00:00

PHYSIOTHERAPIE / KRANKENGYMNASTIK

Die Physiotherapie spielt gemeinsam mit der ärztlichen und pflegerischen Betreuung eine wichtige Rolle in der internistischen und onkologischen Rehabilitation. Um diesen Anspruch gerecht zu werden, verknüpfen wir Qualität mit Quantität. Dies bedeutet, dass einerseits einen hohen Stellenwert auf eine fundierte Grundausbildung sowie einer ständigen Weiterbildung unserer Therapeuten legen. Andererseits vergeben wir je nach Anforderung der individuellen Diagnosen eine hohe Frequenz an Einzel- und Gruppenanwendungen.

Als Grundlage hierfür wird eine ausführliche Befundaufnahme genutzt, bei der die Funktionsstörungen und Handicaps eines jeden Rehabilitanden dokumentiert werden.

Im Einklang mit den ärztlichen Untersuchungen und in Anlehnung an die Rehabilitationsziele werden die physiotherapeutischen Therapieziele und die dafür notwenigen Maßnahmen festgelegt. Die Therapieergebnisse und Beobachtungen fließen in die Teambesprechungen ein.

So können alle Rehabilitanden individuell, entsprechend ihrer Funktionsstörung und körperlichen Verfassung therapiert werden. Durch Mobilisation, Stabilisation und Anbahnung neuer Bewegungsmuster werden Funktionsstörungen minimiert oder beseitigt, dabei kommt das gesamte breite Spektrum der therapeutischen Anwendungen zum Einsatz.

Physiotherapeutische Behandlungskonzepte:

  • Manuelle Therapie nach Maitland – Konzept
  • Craniosacrale Therapie
  • Manuelle MyoFasziale Triggerpunkt-Therapie
  • Osteopathische Behandlungstechniken
  • Krankengymnastik am Gerät
  • Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation (PNF)
  • Neurophysiologische Behandlungstechnik: E-Technik (Hanke Konzept ®)
  • Neurophysiologische Behandlungstechnik: Bobath
  • Koordinationsschulung, Posturomed
  • Schlingentischbehandlung
  • Reflektorische Atemtherapie
  • Gangtraining nach vorheriger Ganganalyse
  • Medizinisch-therapeutisches Beckenbodentraining
  • Wassertherapie nach McMillan/Halliwick Konzept
  • Bewegungstherapie im Wasser
  • Inkontinenztraining ggf. mit Biofeedback
  • Ergonomie- und Arbeitsplatztraining
  • Kinästhetisches Handeln in der Pflege
  • Noziozeptives Lymphatisches Taping (NLT)

 

SPORT- UND BEWEGUNGSTHERAPIE

Die diplomierten Sporttherapeuten führen mit dem Rehabilitanden eine indikations- und leistungsbezogene Sport- und Bewegungstherapie durch. Diese erfolgt größtenteils in enger Zusammenarbeit mit den Physiotherapeuten.

Die Rehabilitanden werden befähigt und motiviert, die Programme zu Hause fortzusetzen.

Sporttherapie | Inhalte:

[Auszug]

  • Geh- und Laufschule mit und ohne Entlastung
  • Ergometertraining mit und ohne Monitoring
  • Medizinische Trainingstherapie / Muskelaufbautraining (MTT/MAT)
  • Gruppentherapieangebote Sport- und Bewegungstherapie, Physiotherapie
  • Bewegungstherapie im Wasser
  • Gruppentherapieangebote (Therapeutisches Nordic Walking, Therapeutisches Wandern, Therapeutisches Gehen, Terraintraining, Venöses Gefäßtraining, Wassergymnastik, Rückenschwimmen, Aquajogging, Koordinationstraining, Konditionsgymnastik , Therapeutisches Bogenschießen)

 

PHYSIKALISCHE THERAPIE

Die physikalische Therapie begleitet mit umfangreichen physikalischen Behandlungen den Rehabilitationsprozess. Sie wird vorwiegend im Rahmen der Schmerzbehandlung, zur Wahrnehmungsschulung, Durchblutungsverbesserung, lymphatischen Rückstromförderung und Entspannung angewendet.

  • Physikalische therapeutische Einzelbehandlungen

(Klassische Massage, Manuelle Lymphdrainage, Komplexe Physikalische Entstauungstherapie, Zentrifugalmassage, Akupunktmassage nach Penzel, Fußreflexzonenmassage, Cephalgiebehandlung)

  • Kälte- & Wärmeanwendungen

(z.B. Fangopackungen, Quarkpackungen, Rotlichttherapie, Hydrosan)

  • Stromanwendungen

(z.B. Reizstrom, EMG – gesteuerte Elektrostimulation bei zentral nervösen Störungen, Interferenzstrom, Iontophorese)

  • Sonstige apparative Anwendungen

(z.B. Motorschienenbehandlung, Apparative Lymphdrainage)

  • Hydro- und Balneotherapie

(z.B. Medizinische Wannenbäder, Kneipp-Güsse, Zwei- /Vierzellenbad, Stangerbad, Fußbad,

Armbad)

 

ERGOTHERAPIE, ARBEITE UND FUNKTIONELLE THERAPIE

Die Ergotherapie zielt auf eine größtmögliche Selbständigkeit des Rehabilitanden ab. Die Therapie führt den Rehabilitanden an einfache oder komplexere Alltagsaktivitäten (ADL= activities of daily living) heran, die je nach Gesundheitszustand, Bedürfnis und sozialem Umfeld des Rehabilitanden gestaltet werden. Unerlässlich sind dazu die Berücksichtigung des häuslichen Umfeldes sowie die Integration von Angehörigen in den Rehabilitationsprozess. Ferner schulen die Ergotherapeuten den Einsatz intakter und wiederkehrender Funktionen für den alltäglichen Gebrauch. Die intensive Erprobung speziell angepasster Hilfsmittel ist ein weiterer Schritt zu größtmöglicher Selbständigkeit.

Behandlungsrelevante Therapiekonzepte

[Auszug]

  • Neurophysiologische Behandlungstechniken
  • F.O.T.T. nach Kay Coombes

(Nahrungsaufnahme, Mundhygiene, Nonverbale Kommunikation, Atmung – Stimme – Sprechen)

  • Behandlungskonzept nach Affolter/Perfetti

Grundlage dieses Therapiekonzepts bildet die Auffassung, dass alle Fähigkeiten des Menschen (wie Bewegung, Wahrnehmung und geistige Leistungen) ganzheitlich zusammenhängend betrachtet werden müssen. Sie sollten eine funktionelle Einheit darstellen und einen Erkenntnisprozess (= Kognition) ermöglichen.

 

PSYCHOLOGIE

Das seelische Befinden wirkt sich in vielen Fällen auf die Gesundheit im Generellen und auf den Genesungsprozess im Speziellen aus. Letzterer wird somit folgerichtig durch eine Verbesserung des psychischen Befindens gefördert.

Unser psychologisches Behandlungskonzept folgt diesem Grundsatz, sodass unser Schwerpunkt in der Beratung und Betreuung des Patienten liegt. Die erfolgt sowohl in Einzel- wie Gruppentherapieen. Dabei wird insbesondere auf lösungsorientierte Kurztherapien zurückgegriffen, die auch in einem kurzen zeitlichen Rahmen effektive Interventionen ermöglichen.

Speziell in der Onkologie gehen wir davon aus, dass Patienten durch die Erfahrung ihrer Erkrankung oft einen Bruch mit vielen bisherigen Lebenskonzepten wahrnehmen.
Es ist für viele Erkrankte eine Zeit großer Unsicherheit, aber in späteren Phasen ebenso eine Zeit der Umorientierung und Entwicklung. Doch jeder Mensch reagiert auf eine solche Situation eben anders; in seiner eigenen Art und Weise. Es geht uns dabei nicht in erster Linie um die Frage, ob und wie die Psyche den Verlauf der Erkrankung direkt beeinflussen kann. Vielmehr gehen wir davon aus, dass der persönliche Weg der Verarbeitung und Bewältigung der Krebserkrankung ganz wesentlich zur Förderung der Genesung und zur Steigerung der Lebensqualität eines Patienten beitragen kann. Durch verbesserte medizinische Therapien geht es für immer mehr onkologische Patienten erfreulicherweise um „das Leben danach“ und u.a. auch die Wiedereingliederung in den Beruf und in das soziale Umfeld. Hier sehen wir in der wiedergewonnenen Lebensfreude oft den gleichwertigen sozialen Auftrag zur „Wieder-Befähigung“ zur selbstbestimmten und eigenverantwortlichen Beteiligung am sozialen Leben bis zur späteren Teilhabe am Arbeitsleben, wenn es möglich ist und angestrebt wird.

 

ERNÄHRUNGSBERATUNG

Die Ernährung hat einen großen Stellenwert für die Gesundheit eines Menschen. Sie ist wichtig für die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Im Laufe eines Lebens entwickelt man verschiedene Ernährungsweisen, die von Faktoren wie  etwa Lebensmittelauswahl, Nahrungszubereitung, Essgewohnheiten beeinflusst werden. Häufig entstehen auch unbemerkt Fehl- oder Mangelernährung.

In unserer Ernährungsberatung sollen die Patienten motiviert werden, ihr Ernährungs- und Gesundheitsbewusstsein zu überdenken und gegebenenfalls zu ändern. Das dazu nötige Ernährungswissen wird in Einzelberatungen und Vorträgen vermittelt, sowie diätetische und küchentechnische Details in der Lehrküche erarbeitet und ausprobiert. Die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Ärzten und anderen Therapiebereichen ermöglicht es, Ernährungsempfehlungen individuell auf den Patienten und seine Bedürfnisse und Besonderheiten abzustimmen.

 

Leistungen der Einzel- und Angehörigenberatung:

  • Adipositas
  • Diabetes mellitus
  • Hyperlipidämien
  • Hypertonie
  • Hyperurikämie
  • Leber-, Galle-, Pankreaserkrankungen
  • Magen- und Darmerkrankungen
  • Nierenerkrankungen
  • Osteoporose
  • Untergewicht
  • Wunschkost
  • Allergien und Unverträglichkeiten
  • Schichtarbeit

 

SOZIALDIENST

Der Sozialdienst ergänzt die ärztliche und therapeutische Versorgung durch fachliche Hilfen für Patienten, die persönliche, soziale und finanzielle Probleme im Zusammenhang mit ihrer Erkrankung oder Behinderung haben.

Getragen wird diese fachliche Hilfe durch Mitarbeiter des Sozialdienstes, deren Grundsatz „Hilfe zur Selbsthilfe“ ein wichtiger Leitgedanke in ihrer Arbeit darstellt.
Im Vordergrund stehen dabei Beratungen und Informationen für Patienten und deren Angehörige in sozialrechtlichen Fragen sowie die Unterstützung des einzelnen Rehabilitanden bei der Reintegration in Familie, Gesellschaft und Beruf, die nach Erstellung einer differenzierten Sozial- und Berufsanamnese durch folgende Wege erreicht werden können:

Beratungs- und Informationsgespräche:

  • Grundsicherung für Arbeitssuchende (SGB II)
  • Arbeitsförderung (SGB III)
  • Krankenversicherung (SGB V)
  • Rentenversicherung (SGB VI)
  • Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen (SGB IX)
  • Schwerbehindertenrecht (SGB IX)
  • Pflegeversicherung (SGB XI)
  • Sozialhilfe (SGB XII)